In Deutschland herrscht momentan Sorge um unser Grundwasser: Das Umweltbundesamt warnt, dass das Trinkwasser bald teurer werden könnte. Es untersuchte in einer Studie, welche Kosten für die Trinkwasserbereitstellung dadurch entstehen, dass Nährstoff- und Pflanzenschutzmitteleinträge aus der Landwirtschaft in unser Grundwasser gelangen.

Das Ergebnis: Unser Grundwasser ist stark mit Nitrat belastet. Die Folge davon ist es, dass das Trinkwasser in vielen Regionen Deutschlands teurer werden könnte, wenn die Nitrat-Einträge dort nicht bald sinken.

Die Wasserversorger müssen nämlich zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen, um das Trinkwasser von Nitrat zu reinigen.

Doch wie gelangt das viele Nitrat in unser Grundwasser? Es gibt zwei Hauptursache dafür:

  1. Konventionelle Landwirtschaft
  2. Massentierhaltung

Die konventionelle Landwirtschaft setzt, im Gegenteile zur nachhaltigen Bio-Landwirtschaft, jede Menge Kunstdünger ein. Dieser gerät über die Böden in unser Grundwasser.

Die enorm riesige Menge an Gülle, die durch die Massentierhaltung alleine in Deutschland entsteht, wird auf Feldern zur Düngung aufgetragen und gerät so auch ins Grundwasser.

Am Ende steht fest: Der Konsument muss den Preis für die Überdüngung der konventionellen Landwirtschaft zahlen! Und dieser beträgt zwischen 32 und 45 Prozent, also 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter.

Wer sich gegen die starke Überdüngung der Böden und die Verseuchung des Grundwassers durch Nitrat einsetzen möchte, sollte auf Produkte aus biologischer Landwirtschaft zurückgreifen. Am besten sollten die Produkte regional in Deutschland angebaut werden, um die Bio-Landwirtschaft hier weiter zu stärken.