Calendula Creme und Olivenölseife waren früher die typischen natürlichen Variationen zur Kosmetik. Heute bietet Naturkosmetik sehr viel mehr und auch vieles von dem was die normale Konkurrenz zu vermarkten hat.

2013 wuchs der Naturkosmetikmarkt in Deutschland um sieben Prozent und erzielte schlappe 920 Millionen Euro Umsatz.

Im Drogeriemarkt findet man heute nicht nur Marken der Naturkosmetik wie Dr. Hauschka oder Weleda, sondern auch viele der großen Marken ziehen nach und haben Grüne Alternativen zum Verkauf. Diese Auswahl macht die Entscheidung nicht gerade leichter - hier ein paar Tips wie man Naturkosmetik erkennt und was das nun wirklich heißt:


Photocredit: Lavendelseife.


Woran erkennt man Naturkosmetik?

Am besten am Siegel, doch das ist einfacher gesagt als getan. Siegel gibt es heutzutage reichlich und alle sind etwas verschieden. Öle, Fette und Wachse dürfen bei allen nur aus pflanzlichen, mineralischen und limitiert auch as tierischen Rohstoffen hergestellt werden. Silikone und Paraffine dürfen auf keinen Fall rein. Radioaktive Bestrahlungen und Tierversuche sind ebenfalls tabu. Danach zeigen sich bei den Siegeln aber wenig Gemeinsamkeiten - die Siegel und Standards legen nur Mindestkriterien fest, alles darüber ist die Entscheidung der Hersteller.


Ist Naturkosmetik gesünder?

Herkömmliche Kosmetik enthält oft hormonell wirksame Stoffe. Dies ist vielleicht nicht so schlimm wenn man nur ein Produkt benutzt, aber meistens finden sich in unseren Badezimmern viele solcher Produkte. Es ist weiterhin noch nicht bewiesen wie solche Wirkstoffe reagieren wenn sie mit anderen Stoffen in Verbindung kommen, sprich Putzmittel oder andere Kosmetik. 


Ist Naturkosmetik besser für die Umwelt?

Nicht alle Naturkosmetik Hersteller beziehen ihre Rohstoffe aus biologischem Anbau - dies ist also eine weitaus schwierigere Frage. Kleine Kunstoffpartikel zum Beispiel in Peelingcremes oder Zahnpasta gelangen durch die Filter bei Kläranlagen und damit dann auch in unsere Gewässer.


Ein anderes Beispiel sind synthetische Lichtschutzfilter in Sonnencremes - die gelangen ins Wasser und belasten viele Algen und Korallen. Hier gilt also auch, ein bisschen hinterfragen bevor man kauft.